Das Elend des Hans Leyendecker(SZ)! Das Elend der Medien!

Wie peinlich ist das denn? Eine pensionierte OSTAin urteilt: „Das schafft sogar ein Volontär!“ (Wir ergänzen: Volontärin!)

Kein Hauch von Selbstkritik des ehemals mutmaßlichen investigativen Journalisten?!?!?

Und nicht mal die Zahl stimmt! Allein hier waren es drei Hauptverfahren beim OLG Köln: Urteile vom 14.02.2012, Az. 15 U 123/11, 15 U 125/11, 15 U 126/11.

„Kachelmann gewinnt Klage gegen Medien *(PM OLG Kölnunten) ** PM Prof. Höcker darunter
Im Elend für den Angeklagten

 14.02.2012, 18:14
 Von Hans Leyendecker

Indiskretionen über die Vernehmung, Berichterstattung über Sex-Praktiken: Der Fal Kachelmann hat bei allen Beteiligten Blessuren hinterlassen. Bei der Justiz, bei den Medien und nicht zuletzt beim Moderator selbst. Nun hat das Oberlandesgericht Köln eine richtungsweisende Entscheidung getroffen. Künftig könnte es für Journalisten riskant sein, aus einer öffentlichen Verhandlung zu berichten – und das Elend, das droht dann den Medien.[>>>>MEHR>>>>]

und hier – bis die Urteile in der DB des OLG Köln online stehen – einstweilen die aktuelle PM vom 14.02.2012:

Pressemitteilung vom 14. Februar 2012
Oberlandesgericht Köln: Berichterstattung aus öffentlicher Gerichtsverhandlung ist nicht uneingeschränkt zulässig

Das Oberlandesgericht Köln hat mit drei am 14. Februar 2012 verkündeten Urteilen entschieden, dass die Medien Umstände aus dem privaten Lebensbereich eines Angeklagten auch dann nicht ohne weiteres verbreiten dürfen, wenn diese in öffentlicher Hauptverhandlung erörtert worden sind.

Geklagt hatte in allen drei Verfahren ein wegen des Verdachts der Vergewaltigung einer Ex-Freundin angeklagter, im Strafverfahren freigesprochener Fernsehmoderator. Das Ermittlungs- und Strafverfahren war in den Medien, u.a. seitens der Beklagten, mit großer Aufmerksamkeit und ausführlicher Berichterstattung begleitet worden.

Der Kläger hatte während der Ermittlungen in einer richterlichen Vernehmung im Detail den zwischen ihm und der Anzeigenerstatterin üblichen (einvernehmlichen) Sexualverkehr geschildert. Die Beklagten hatten sodann Einzelheiten der Schilderung in ihre Presseveröffentlichungen eingestellt. Nach Ansicht des zuständigen 15. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln lag hierin ein unzulässiger Eingriff in das Persönlichkeitsrecht des Klägers. Das Berichterstattungsinteresse der Beklagten habe hinter dem Recht des Klägers auf Schutz seiner Intimsphäre zurückzustehen.

Etwas anderes ergebe sich auch nicht daraus, dass die berichteten Umstände später Gegenstand einer öffentlichen Gerichtsverhandlung gewesen seien, in welcher das Vernehmungsprotokoll im Wortlaut verlesen worden war. Die Öffentlichkeit eines Gerichtssaales sei nicht mit der Wirkung zu vergleichen, die von einer Veröffentlichung in den Medien, erst recht bei einer Veröffentlichung im Internet ausgehe. Die veröffentlichten Details hätten in keinem Zusammenhang mit dem konkreten Tatvorwurf gestanden und seien von den Beklagten auch in der Berichterstattung nicht in einen solchen Zusammenhang gerückt worden. Zudem sei zu berücksichtigen, dass der Kläger nicht strafrechtlich verurteilt worden sei. Während des laufenden Ermittlungsverfahrens und bis zu einer gerichtlichen Verurteilung gelte zu Gunsten des Beschuldigten die Unschuldsvermutung. Dementsprechend zurückhaltend und ausgewogen müsse über den Tatvorwurf und den auf dem Angeklagten lastenden Verdacht berichtet werden (15 U 123/11, 15 U 125/11 und 15 U 126/11).

Das Gericht hat wegen der grundsätzlichen Bedeutung die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen. Die Frage, in welchem Umfang auch über private, das Persönlichkeitsrecht berührende Umstände berichtet werden dürfe, die in einer öffentlichen Gerichtsverhandlung erörtert worden seien, sei bisher nicht höchstrichterlich entschieden.Stefanie Rüntz
Dezernentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“

http://www.olg-koeln.nrw.de/presse/l_presse/index.php

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Bitte beachten Sie:

Die Pressemitteilungen geben den Sachstand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wieder. Sie erfüllen also eine Archivfunktion und erheben keinen Anspruch auf Aktualität. Nicht alle dargestellten Entscheidungen sind rechtskräftig. Verfahren können in der Zwischenzeit vergleichsweise oder durch eine abweichende gerichtliche Entscheidung mit anderem Ergebnis beendet worden sein als noch in der Pressemitteilung beschrieben. Wenn Sie Fragen zur aktuellen Sach- und Rechtslage haben, melden Sie sich bitte unter contact@hoecker.eu.

15.02.2012

Nicht alles, was in einer öffentlichen Gerichtsverhandlung geschieht, darf von den Medien berichtet werden: Kachelmann siegt mit HÖCKER vor dem OLG Köln gegen Springer.

Die gestrigen Entscheidungen des OLG Köln, die wir zur Berichterstattung im Fall Kachelmann erstritten haben (s.u. Auszüge aus der Pressemitteilung des Gerichts), sind heute von einigen Medien kritisiert worden.

So stellt Hans Leyendecker in der Süddeutschen fest:

„Künftig könnte es für Journalisten riskant sein, aus einer öffentlichen Verhandlung zu berichten.“

„Jetzt kann der Prozess noch zum großen Elend für die Medien werden, weil der 15. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Köln am Dienstag eine für den Alltag der Gerichtsberichterstattung sehr komplizierte Entscheidung getroffen hat.“

Stefan Winterbauer von meedia.de bemängelt:

„Sollte dieses Urteil Bestand haben, wäre das fatal für die ohnehin schon schwierige Gerichtsberichterstattung.“

„Den Gerichtsreportern aber grundsätzlich zu sagen, ihr dürft das, was in einer Hauptverhandlung öffentlich besprochen wird, nicht unbedingt berichten, macht deren Arbeit praktisch unmöglich. Das Ergebnis wäre ein massiv gestörter Rechtsfriede.“

Der Kritik Leyendeckers und Winterbauers liegt die Fehlvorstellung zugrunde, wonach „alles, was in einer Hauptverhandlung öffentlich besprochen wird, auch berichtet werden darf“. Einen solchen simplen Merksatz gibt es aber nicht und es hat ihn auch noch nie gegeben. Das ist auch richtig so, denn es wäre allzu simpel, eine Grundrechtsabwägung zwischen der Pressefreiheit und den Persönlichkeitsrechten eines Angeklagten anhand eines derart oberflächlichen Formalkriteriums vorzunehmen. Grundrechtsabwägungen haben immer im Einzelfall und unter inhaltlicher (nicht bloß formaler!) Berücksichtigung aller individuellen Umstände des Falles zu erfolgen. Eine leichte Aufgabe ist das sicher nicht. Man muss von professionellen Journalisten jedoch erwarten können, dass sie sich diese für die Ausübung ihres verantwortungsvollen Berufs so wesentlichen Rechtskenntnisse aneignen. Ihre Kritik an den Entscheidungen des OLG Köln ist also maßlos übertrieben.

Aus der Pressemitteilung des OLG Köln vom 14.02.2012:

„Das Oberlandesgericht Köln hat mit drei am 14. Februar 2012 verkündeten Urteilen entschieden, dass die Medien Umstände aus dem privaten Lebensbereich eines Angeklagten auch dann nicht ohne weiteres verbreiten dürfen, wenn diese in öffentlicher Hauptverhandlung erörtert worden sind. (…)

Der Kläger hatte während der Ermittlungen in einer richterlichen Vernehmung im Detail den zwischen ihm und der Anzeigenerstatterin üblichen (einvernehmlichen) Sexualverkehr geschildert. Die Beklagten hatten sodann Einzelheiten der Schilderung in ihre Presseveröffentlichungen eingestellt. Nach Ansicht des zuständigen 15. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln lag hierin ein unzulässiger Eingriff in das Persönlichkeitsrecht des Klägers. Das Berichterstattungsinteresse der Beklagten habe hinter dem Recht des Klägers auf Schutz seiner Intimsphäre zurückzustehen.

Etwas anderes ergebe sich auch nicht daraus, dass die berichteten Umstände später Gegenstand einer öffentlichen Gerichtsverhandlung gewesen seien, in welcher das Vernehmungsprotokoll im Wortlaut verlesen worden war. Die Öffentlichkeit eines Gerichtssaales sei nicht mit der Wirkung zu vergleichen, die von einer Veröffentlichung in den Medien, erst recht bei einer Veröffentlichung im Internet ausgehe. Die veröffentlichten Details hätten in keinem Zusammenhang mit dem konkreten Tatvorwurf gestanden und seien von den Beklagten auch in der Berichterstattung nicht in einen solchen Zusammenhang gerückt worden. Zudem sei zu berücksichtigen, dass der Kläger nicht strafrechtlich verurteilt worden sei. Während des laufenden Ermittlungsverfahrens und bis zu einer gerichtlichen Verurteilung gelte zu Gunsten des Beschuldigten die Unschuldsvermutung. Dementsprechend zurückhaltend und ausgewogen müsse über den Tatvorwurf und den auf dem Angeklagten lastenden Verdacht berichtet werden (15 U 123/11, 15 U 125/11 und 15 U 126/11).“

http://www.hoecker.eu/mitteilungen/artikel.htm?id==223

CHRIST & WELT – Monika EBELING: „Der Mann sieht rot“ – Diskriminierung ist keine Frage des Geschlechtes.

DIE REST-CHRIST&WELT (Seite 3 und 4) hat heute in der ZEITprint bzgl. der aus dem Ruder gelaufenen Gender-Politik dankenswerterweise wieder voll zugeschlagen http://www.christundwelt.de/pageflip/index.htm

Die Ehe unseres Autors ging in die Brüche, er hat um das gemeinsame Sorgerecht für seine drei Kinder gekämpft. Nun leben sie die Hälfte der Woche bei ihm, die anderen Tage bei der Mutter. Ist das gerecht?mehr

Interview: Michael Winterhoff: „Die Kinder werden emotional missbraucht!“
Emanzipation: Der Mann sieht rot
Startseite > 
Mein Vaterland

Der diskriminierte Mann

Mein Vaterland

Aus: Christ & Welt Ausgabe 07/2012

Die Ehe unseres Autors ging in die Brüche, er hat um das gemeinsame Sorgerecht für seine drei Kinder gekämpft. Nun leben sie die Hälfte der Woche bei ihm, die anderen Tage bei der Mutter. Ist das gerecht?[…]

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http://www.christundwelt.de/detail/artikel/die-kinder-werden-emotional-missbraucht/

Interview
Michael Winterhoff: „Die Kinder werden emotional missbraucht!“

Aus: Christ & Welt Ausgabe 07/2012
Der renommierte Kinderpsychiater und Bestsellerautor über Liebeswettkämpfe, Väterrechte und lange Waldspaziergänge.[…]

Emanzipation

Der Mann sieht rot

Aus: Ausgabe 07/2012

Dass Gleichstellung vor allem Frauenrechte stärken soll, ist ein Skandal, meint unsere Autorin. Sie war Gleichstellungsbeauftragte und kämpft für Männer.

Der Fall von Monika Ebeling sorgte im vergangenen Jahr bundesweit für Schlagzeilen. Sie war Gleichstellungsbeauftragte in Goslar. Ihr wurde gekündigt, weil sie sich, so ihre Kritiker im Stadtrat, zu einseitig für Männer- und besonders Väterinteressen einsetzte. © Christian Burkert/laif

Diskriminierung ist keine Frage des Geschlechtes. Zur Diskriminierung braucht es jemanden, der eine Überheblic

Frauenturm am Ende? -„Alice Schwarzer : Die eine Millionen Euro Frage“

Es gibt noch Rechercheure …
03. Februar 2012 | 13:03

Jens Blecker

Alice Schwarzer : Die eine Millionen Euro Frage

Mehr als eine Million Euro an öffentlichen Zuwendungen und Fördergeldern stehen zur Debatte, deren Nutzen und Verwendung etliche Fragen aufwirft. In den der Redaktion vorliegenden Wirtschaftsplänen gibt es zumindest aus kaufmännischer Sicht erheblichen Klärungsbedarf. Wie weitreichend die Überschneidungen zwischen der im selben Gebäude ansässigen Emma und der gemeinnützigen Stiftung sind, lässt sich noch nicht detailliert ermitteln, jedoch sind solche nach dem jetzigen Kenntnisstand vorhanden. […]

vi Beitrag der pensionierte Staatsanwältin und preisgekrönten Krimiautorin Gabriele Gordon-Wolff:


Großartig.
Dieser Mann hat wirklich angefangen, zu recherchieren. Und es kam genauso, wie es zu befürchten war.
Z.B. das hier:

Wird es jetzt eng?

Beitrag Gabriele Wolff Gestern um 16:20
http://ratlos-im-netz.forumieren.com/t551p860-zur-notwendigkeit-des-klageerzwingungs-verfahrens-gegen-claudia-dingens-und-der-publikation-des-schriftlichen-freispruchsurteils-von-jkachelmann#61054

Frauenarchiv im Bayenturm (Köln) – Alice Schwarzer vor dem Aus

www.ksta.de

Frauenrechtlerin Alice Schwarzer sieht ihr Frauenarchiv in Köln bedroht: Weil Zuschüsse des Landes drastisch reduziert wurden, drohe das Aus für das Projekt. Mit einer Pressekonferenz in Düsseldorf suchte Schwarzer nun Hilfe in der Öffentlichkeit.[…]
Von Heinz Tutt, 30.01.12, 17:06h

Mit den dann verbleibenden 70.000 Euro seien gerade mal die Betriebskosten zu decken, betonte Vorstandschefin Schwarzer. Das 1984 gegründete Archiv umfasst 15.000 Bücher, 25.500 Zeitschriften und rund 32.650 Aufsätze, außerdem Presseordner, Fotos, Filme und Tondokumente.

Inhaltliche Schwerpunkte sind die historische Frauenbewegung ab Mitte des 19. Jahrhunderts und Phasen der neuen Frauenbewegung von 1971 bis heute. In der Vergangenheit waren der Zugang zum Archiv nur nach Voranmeldung und stark reglementierte Öffnungszeiten sowie eine Nutzungsgebühr kritisiert worden.

http://www.rp-online.de/politik/nrw/alice-schwarzer-sieht-ihr-frauenarchiv-bedroht-1.2691664

Frauenarchiv

Lebenswerk von Alice Schwarzer in NRW vor dem Aus

29.01.2012 | 17:46 Uhr