header image

Täterinnen - Was der Volksfreund verschweigt! - Befunde, Analysen, Perspektiven

Geschrieben von: maennersache | 28.10.2008 |

Nahezu zeitgleich findet heute die Täterinnen-Konferenz als Fachtagung der Kriminologischen Zentralstelle e.V. in Wiesbaden statt und ist die rheinland-pfälzische Staatssektreärin BEATE REICH zu Informationsgesprächen u.a. mit der lokalen STA  und mit der Presse/den Medien in Trier (12.00 Uhr) .

Da sind wir aber mal gespannt, ob die anwesenden “Journalisten” vom TV über “16vor” bis “Antenne West” weiter unkritische Hofberichterstattung für die alte Frauenbewegung betreiben und volksverhetzende UND FALSCHE sexistische Parolen wie “Gewalt ist männlich” ohne journalistischen Gegen-Check übernehmen oder ihrem Beruf (das kommt von Berufung!) Ehre machen. (interessant dabei z.B. auch wie hier mit zweierlei MAß gemessen wird: z.B. PolDienststelle Hermeskeil!!!)

Während man hier noch seitens der Trierer Polizei (Präsident Dr. Manfred Bitter und sein Stellvertreter Direktor Jürgen Schmitt) Realität konstruiert, indem man trotz der Artikel in jüngster Zeit von z.B. FOCUS (Nr.41) und men’s health (Oktober-Heft) weiter an der falschen Grundlinie “Gewalt ist männlich” festhält und damit weiter ein unzulässiges Vorurteil bei der Ermittlungsarbeit vor Ort aufrecht erhält, ist frau in Hessen bereits weiter. So meldete noch vor wenigen Tagen die zukünftige hessiche Justizministerin  Nancy Faeser, dass die Gewalt der Frauen steige.

Es kommt einem als Trierer bzw. Rheinland-Pfälzer vor wie seinerzeit beim “Le Waldsterben”, für das die Franzosen  lange Jahre kein eigenes Wort haben wollten, gleichsam als ob der “Saure Regen” nur über dem Schwarzwald niederging und genau am Rhein stoppte, um die Vogesen zu verschonen.

Es wundert daher nicht, dass Jens Förster, ein bekennender Schwuler, Sänger und Psychologie-Professor, Trier als prägende Station durchlaufen hat, ja durchlaufen musste, um sich auf dem Gebiet “Vorurteile” zu spezialisieren:

Jens Förster

In vorauseilendem Gehorsam vor der “alten Frauenbewegung” schlugen die beiden obersten Polizisten Triers bereits im April 2008 die Hacken zusammen.

ECHTE FEMINISTEN sind da weiter: (Allein die heutigen Diskussionsbeiträge sprechen Bände!!!):

Doch lesen wir mal, was im Tagungsflyer steht: >>>>>>>>(Original über die Site des

TÄTERINNEN - Befunde, Analysen, Perspektiven

Fachtagung der Kriminologischen Zentralstelle e.V.

vom 28. bis 30. Oktober 2008 in Wiesbaden

Tagungsleitung:

Jutta Elz

Tagungsort:

Hessisches Landeshaus - Plenarsaal -

Kaiser-Friedrich-Ring 75

65185 Wiesbaden

Flyer Tagungsprogramm

Ein Merkmal, das uns und unser Leben entscheidend prägt, ist das Geschlecht. Allerdings ist auch in der Kriminologie das Mann-Sein immer noch das Maß aller Dinge, was sich schon darin zeigt, dass es den Terminus Männerkriminalität nicht gibt, wohl aber denjenigen der Frauenkriminalität, mit dem Täter-innen als Abweichung von der Abweichungì her-ausgestellt werden. Ein besonders irritierender doppelter Normverstoß liegt vor, wenn Frauen mit Gewalt- oder Sexualdelikten in Erscheinung treten. Um dem Herr zu werden, werden solche Täterinnen in der Öffentlichkeit wenn ihr Verhalten nicht sowieso übersehen oder bagatellisiert wird als Opfer (ihrer Vergangenheit oder Gegenwart), Ungeheuer oder pathologischer Fall wahrgenommen. So oder so kann man sich beruhigt zurücklehnen: Mit der Opferrolle ist die Geschlechterordnung wieder hergestellt, aber auch bedauerliche Ausnahmefälle stellen die Regel des aktiven Mannes und der passiven Frau nicht in Frage. Aber nur wer Frauen als “wirkliche” Täterinnen und zwar auch und gerade im Gewalt- und Sexualbereich akzeptiert, kann zum einen ihre Opfer bemerken und zum anderen ihre geschlechtstypischen Sozial-isations- und Lebensbedingungen wahrnehmen; dies ist zwingende Voraussetzung, um mit ihnen erfolg-reich arbeiten und weitere Taten verhindern zu können. Um diesen unterschiedlichen Facetten gerecht zu wer-den, widmen sich die Beitrge des ersten Tages grundlegenden Fragen, die von statistischen Erkenntnissenbis zu medialer Wahrnehmung reichen. Der zweiteTag steht im Zeichen einzelner Deliktformen, wobeieine Eingrenzung auf Gewalt- und Sexualkriminalität erfolgt. Die Beiträge des dritten Tages haben die Arbeit mit gewalttätigen bzw. straffälligen Frauen inunterschiedlichen Kontexten zum Gegenstand.

Dienstag, 28. Oktober 2008

13:30 Begrüßung Prof. Dr. Rudolf Egg Direktor der KrimZ,

Wiesbaden Grußworte I. Grundlegendes

14:15 Frauen als „die bessere Hälfte“ der Menschheit?

Statistische und empirische Erkenntnisse

Prof. Dr. Gabriele Schmölzer

Universität Graz

Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie

15:00 „Auch Frauen sind zu allem fähig“

Theorien und empirische Befunde zum Umgang der Geschlechter mit Aggressionen Dr. Christiane Micus-Loos

Humboldt-Universität zu Berlin

Institut für Erziehungswissenschaften Studiengang Gender Studies

15:45 Kaffeepause

16:15 Anderes Geschlecht – Anderes Recht?

Straftäterinnen aus der Sicht einer Feministischen Rechtswissenschaft

Prof. Dr. Regina Harzer Universität Bielefeld

Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie

17:00 Mediale Inszenierungen von Weiblichkeit und Kriminalität

Eine sozialwissenschaftliche Reflexion

Prof. Dr. Mechthild Bereswill

Universität Kassel Fachbereich Sozialwesen,

Lehrstuhl für Soziologie sozialer Differenzierung und Soziokultur

Mittwoch, 29. Oktober 2008

II. Tathandlungen, -hintergründe und -motive

9:30 Gewalt in Paarbeziehungen

Prof. Dr. Barbara Kavemann

Kath. Hochschule für Sozialwesen

Berlin SoFFI F

10:15 Gewalt gegen ältere Menschen in der häuslichen und institutionellen Pflege

Gabriele Walentich Staatsanwaltschaft Essen

11:00 Kaffeepause

11:30 Sexueller Missbrauch von Kindern

Prof. Dr. Barbara Kavemann

Kath. Hochschule für Sozialwesen Berlin SoFFI F

12:15 Mittagspause

13:15 Die Tötung des Intimpartners

Prof. Dr. Franziska Lamott Universitätsklinikum Ulm

Sektion Forensische Psychotherapie

14:00 Kaffeepause

14:30 Die Tötung des eigenen Kindes

Dr. Nahlah Saimeh

Westfälisches Zentrum für Forensische Psychiatrie, Lippstadt-Eickelborn

15:15 Gewaltbereite Mädchen

Dipl.-Soz. Kirsten Bruhns,

M.A. (Päd.) Deutsches Jugendinstitut München

16:30 Besonderes Programm (in Planung Donnerstag,

30. Oktober 2008

III. Beratung, Behandlung und Sanktion

9:30 Genderorientierte Gewaltberatung:

20 Jahre Täter- und Täterinnenberatung im Dunkelfeld – eine praxisnahe Beschreibung der Arbeit

Dipl.-Sozialpäd. Sabine Seifert-Wieczorkowsky

Gewaltberaterin, Forum Intervention

10:15 Frauenstrafvollzug in Deutschland:

Bestandsaufnahme und Empfehlungen

Prof. Gabriele Kawamura-Reindl

Ohm-Hochschule Nürnberg

Fakultät Sozialwissenschaften

11:00 Kaffeepause

11:30 Sozialtherapie für Frauen - der Weg in die Autonomie und Verantwortlichkeit

Dipl.-Psych. Sabine Hüdepohl

Psychologische Psychotherapeutin JVA für Frauen Berlin,

Sozialtherapeutische Abteilung

12:15 Angebote der Straffälligenhilfe: Grundsätze, Standards, Praxis

Dipl.-Sozialpäd. Lydia Halbhuber-Gassner

Sozialdienst kath. Frauen, Landesstelle Bayern e.V.

Vorsitzende der Kath. BAG Straffälligenhilfe (KAG-S)

13:00 Abschluss

Einsortiert unter: Allgemein, Frauen, Gesellschaft, Politik, Recht, Recht, Statistik, Tor der Woche, Was der TV verschweigt, Wissenschaft
Tags: , ,

Antworten -

Gewalt gegen Männer - Pilotstudie des BmFSFJ

Zur Studie
1. Zur Problematik der Gewalt gegen Männer
2. Forschungsstand
3. Beschreibung der Pilotstudie
4. Durchführung der Studie
5. Ergebnisse

Zur Problematik der Gewalt gegen Männer

“Gewalt gegen Männer tritt in verschiedenen Facetten auf. Diese Erscheinungsformen aufzuschlüsseln, bietet die Chance, das weite Feld männlicher Gewalterfahrungen zunächst einmal sichtbar und damit auch fassbar zu machen. Allerdings ist die Forschungslage hierzu völlig unzureichend. Es gibt so gut wie keine originäre Empirie noch eine entsprechende Theoriebildung. Dies ist ein gesellschaftsstruktureller Ausdruck der Tabuisierung der männlichen Gewalterfahrungen in den männlichkeitsdominierten Verhältnissen. Die folgenden Ausführungen sollen daher nur als eine grobe Skizze verstanden werden, die weiterführende vertiefende und klärende Studien anstoßen will.

Im Gegensatz zur Problematik von männlichen Gewalterfahrungen liegen bezogen auf Kinder seit zwei Jahrzehnten zahlreiche Studien vor. Und trotzdem gibt es auch hier starke Differenzen in deren Aussagekraft. Generell ist es schwierig, das Ausmaß und die Verbreitung von Gewalt an Mädchen und Jungen in seriösen Zahlen zu fassen. Prävalenzangaben sind abhängig von der verwendeten Definition. Eine enge Definition führt zu niedrigeren Resultaten als eine weite. Da die wissenschaftliche Literatur auf sehr unterschiedliche Definitionen zurückgreift, folgt daraus, dass es keine einheitlichen und einfach vergleichbaren Angaben von Kindesmisshandlung geben kann. Zum Teil divergieren die Ergebnisse von Studien erheblich.” (aus: H-J. Lenz: Mann oder Opfer? Kritische Männerforschung zwischen Verstrickung in herrschende Verhältnisse und einer neuen Erkenntnisperspektive. Eine Einführung ins Thema. In: Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.): Mann oder Opfer? Dokumentation einer Fachtagung der Heinrich Böll Stiftung und des „Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse” am 12./13. Oktober 2001 in Berlin, Berlin 2002. Download)

Zur weiteren Information lesen siehe Literatur

Zur Problematik der Gewalt gegen Männer

Forschungsstand

Beschreibung der Pilotstudie

Durchführung der Studie

Ergebnisse

Forschungsstand
In Deutschland liegen derzeit keine aktuellen repräsentativen Daten zu Gewalt gegen Männer und Frauen im Allgemeinen vor. So enthalten die Kriminalstatistiken nur die zur Anzeige gebrachten Fälle. Da aber gerade bei Partnergewalt nur ein Bruchteil der Delikte angezeigt wird, sind diese Statistiken lediglich begrenzt aussagekräftig.

Gewalt gegen Männer tritt in verschiedenen Facetten auf. Auch über Männer als Opfer verschiedenster Gewaltarten liegen bislang zu wenig Kenntnisse - im Hinblick auf originäre Empirie wie in der Theoriebildung - vor. Männer haben zwar vielfältige Gewalterfahrungen, aber in anderen Kontexten und mit anderen Folgen als Frauen. Daher lassen sich auch die vorhandenen Forschungsinstrumente zu “Gewalt gegen Frauen” nicht einfach auf Männer übertragen, d.h. Männer müssen anders befragt werden.

Um erstmalig repräsentative Zahlen über die Gewalterfahrungen von Frauen im häuslichen wie im außerhäuslichen Bereich in Deutschland zu gewinnen, wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Juni 2001 eine Erhebung zu “Gewalt gegen Frauen” ausgeschrieben.

Als Voraussetzung für eine entsprechende Erhebung zu Gewalterfahrungen von Männern ist eine Pilotstudie erforderlich, da die Forschungslage hierzu weit weniger entwickelt ist.

Beschreibung der Pilotstudie
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beabsichtigt, Zahlen über die Gewalterfahrungen von Männern im häuslichen wie im außerhäuslichen Bereich durch die Befragung von in Deutschland ansässigen Männern zu gewinnen.

Die Studie soll Folgendes leisten:

den derzeitigen Forschungs- und Erkenntnisstand sowie unterschiedliche Forschungsmethoden beschreiben und bewerten,
mit Hilfe qualitativer Interviews ein geeignetes Instrument für repräsentative Studien zu Ausmaß, Hintergründen und Folgen von Gewalt gegen Männer entwickeln und erproben sowie eine erste zahlenmäßige Schätzung vorlegen,
den Erkenntnisbedarf und bisherige Wissenslücken aufzeigen.

Die Originaldaten sollen nach Abschluss der Untersuchung allgemein zugänglich archiviert werden.

Durchführung der Studie
Die Projektpartner Dissens e.V. in Berlin (unter Mitarbeit von Willi Walter, Berlin), das Institut Forsche Männer & Frauen in Ebringen (ehemals GEFOWE in Eckenhaid) und das SOKOInstitut in Bielefeld wurden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beauftragt, die Studie durchzuführen.

Ergebnisse
Die Pilotstudie ist mit der Veröffentlichung des Abschlussberichts im September 2004 abgeschlossen worden. Die Ergebnisse können hier eingesehen werden. Die Ergebnisse der Studie erscheinen außerdem im Jahr 2006 als Buch im Verlag Barbara Budrich.

Update April 2007: Die Ergebnisse der Pilotstudie “Gewalt gegen Männer” sind jetzt als Buch erschienen:

Ludger Jungnitz, Hans-Joachim Lenz, Ralf Puchert, Henry Puhe, Willi Walter (Hrsg.)
Gewalt gegen Männer. Personale Gewaltwiderfahrnisse von Männern in Deutschland.
Verlag Barbara Budrich 2007
307 Seiten. Kart.
28,00 Euro (D), 28,80 Euro (A), 49,00 SFr
ISBN 978-3-86649-009-3

Der vollständige Abschlussbericht steht auf der Website des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend als PDF-Datei zur Verfügung.

http://www.gewalt-gegen-maenner.de/#ergebnisse

[...] HIER bei ABGESCHMACKT schon: 24. August 2007 (inzwischen auf DEUTSCH) - extra hier nochmals wegen des Besuchs der Justiz-Staatssekretärin (siehe Männersache: “Täterinnen - was der Volksfreund verschweigt”) [...]

[...] HIER bei ABGESCHMACKT schon: 24. August 2007 (inzwischen auf DEUTSCH) - extra hier nochmals wegen des Besuchs der Justiz-Staatssekretärin (siehe Männersache: “Täterinnen - was der Volksfreund verschweigt”) [...]

[...] WIE NAIV SIND SIE? In einer Stadt in der selbst der Polizeipräsident und sein Stellvertreter  wider besseres Wissen (aus Angst vor dem Trierer Frauennetzwerk?!?!? der Psycho-Knute der Frauen???) gegen Männer unter dem Titel “Gewalt ist männlich” hetzen? (siehe auch: “TÄTERINNEN - Konferenz in dieser Woche in Wiesbaden: Was der TV verschweigt!) [...]

Weibliche Gewalt
Polizeipräsidium Trier: Frauengewalt steigt dramatisch um 20% - immer mehr Männer unter Opferverdacht!

http://maennersache.blog.volksfreund.de/2009/05/15/polizeipraesidium-trier-frauengewalt-steigt-dramatisch-um-20-immer-mehr-maenner-unter-opferverdacht/#comment-423

Kommentar hinterlassen -

Ihr Kommentar:

*
Um den Eintrag absenden zu können, müssen Sie das Wort aus dem Bild in dieses Feld schreiben..
Anti-Spam Bild

Kategorien

Neuen Blog anlegen