Aus der Einladungs-Pressmitteilung der Vortragsveranstaltung zum Thema “Gewalt in engen sozialen Beziehungen” in Daun, am 12.05.2009, die damit eigentlich ausdrücklich KEINE Veranstaltung allein zur Gewalt gegen Frauen sein sollte:
“Zahlen aus der Region
Einzelne spektakuläre Fälle rütteln immer wieder auf(Männersache:”Stimmt: Plauen, Darry, Stuttgart am Montag..”.), machen bundesweit Schlagzeilen, scheinen aber oftmals weit weg. (Männersache:”Nö, soweit eigentlich nicht: Lissendorf, Morbach, Nittel…. ) Die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) belegen allerdings, dass Gewalt in engen sozialen Beziehungen auch hier, auch bei uns, in der unmittelbaren Nachbarschaft (Männersache:”Stimmt, sagten wir doch: Lissendorf, Morbach, Nittel….”) stattfindet. Zur Aufhellung des Phänomens werden in Rheinland-Pfalz seit 2003 Straftaten in Zusammenhang mit Gewalt in engen sozialen Beziehungen in der PKS gesondert erfasst. Die Zahlen haben sich seit der erstmaligen Erhebung nicht wesentlich (Männersache: “Häh?”) verändert. Sie schwankten während der letzten fünf Jahre in unserem Bereich zwischen 884 und 1.124 Fällen.
(Männersache:” Wie bitte”?”) - Das ist ein Plus von 2003 auf 2008 27%! - Wäre die Zahl - wie hier insinuiert wird - aus 2003, tatsächlich ist sie aber von 2004. (dennoch ergibt sich ein Trend! bzw. eine Trendlinie
y = 36x + 883,67
R2 = 0,6047)
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Aus der Pressemitteiliung unten!
“Dabei (Anm.: gekonnt moderierten Podiusmdiskussion) wurde deutlich, dass die Zahl der bekannt gewordenen Fälle von GesB merklich gestiegen ist, was auch mit dem gründlich veränderten Vorgehen der Polizei in solchen Fällen zu tun hat. Die polizeiliche Intervention orientiert sich an der Maxime „Wer schlägt, muss gehen“ und es gilt die Leitlinie “Hilfe leisten, schützen und ermitteln, statt nur zu schlichten.“”
Die absolute Anzahl der durch Frauen mutmaßlich begangenen Taten stieg verdächtig an: von 170 auf 204, also um 20 % (Prozent) - zwanzig…… Z.W.A.N.Z.I.G !!!! - und dominaisierte damit den Anstieg der von der strategisch neu ausgerichteten Trierer Polizei ermittelten Fall- und Opferzahlen. Ob dies auch an der veränderten Strategie der Polizei Trier (Eigenlob, siehe unten) lieg und lag?
“Wer schlägt, muss gehen!” - Wohin gehen die fast 22% der WEIBLICHEN Tatverdächtigen? Ins Frauenhaus? Diese Frage ließ man unbeantwortet. Die umgekehrte auch: Wohin gehen die unter Opferverdacht stehenden Männer, wenn sie mit ihren Kindern (!) flüchten müssen? Immerhin ja jedes 5. Opfer!
Wenn aber jedes fünfte Opfer männlich ist, wo bleibt dann das Trierer Männerhaus? Wir rechnen: Das Haus hat 18 Plätze (alle belegt?), dividiert durch 4 (wegen 4/5) = 4,5 = damit ein Fünftel!
Wo sind die Plätze für 4 und einen halb(iert)en Mann?
Im Grundgesetz, das bis nach Rheinland-Pfalz und Trier gültig sein sollte, heißt es in Art. 3.
“Männer und Frauen sind gleichberechtigt.”
Ach ja - DIE (>>>) “Diskussion
War doch irgendwie klar, wenn man unter drei roten Kreuzen ein angebliches Tabu-Thema, das längst schon durch geschicktes Marketing der Frauenbewegung (siehe unten Astrid Friesen “Zahlensalat”) keines mehr ist, Randthemen mit Stammtischpotential als “Facetten” deklariert und örtlich und zeitlich deplaciert mischt… .
Wobei man dann auch noch im UNklaren läßt, ob man mit Facette ein “Glanzstück” (auch Fassette; frz. kleines Gesicht, kleine Vorderseite ) kleine angeschliffene Flächen an Schmucksteinen, Glas etc. zur Erzeugung von Reflexionen und Brechungseffekten ODER eine dem Attribut untergeordnete Eigenschaft meint.
Viel interessanter und themeazentrierter wäre daher mit Sicherheit ein kleinräumige statische Analyse gewesen. (TRIER, DAUN). Belegungsquote des Frauenhauses z.B., Unterschied Oberzentrum, Region (”Tabu”??? auf dem Dorf???), trotz stärkerer sozialer Kontrolle??? etc. .
-PRESSEMITTEILUNG -
14.05.2009, 14:40 - Polizeipräsidium Trier
Daun, Rund 100 Teilnehmer beim Aktionstag „Gemeinsam gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen“

Auf Initiative des Polizeipräsidiums Trier fand am 12. Mai 2009 die zweite Tagung zum Thema „Gemeinsam gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen (GesB)“ statt. Nach einer Veranstaltung im Jahr 2008 in der Katholischen Akademie in Trier war Tagungsort diesmal das Forum in Daun. Eingeladen hatten der Landkreis Vulkaneifel, die Stadt Daun und die Polizei.
Der stellvertretende Polizeipräsident Jürgen Schmitt unterstrich bei der Eröffnung des Aktionstages, dass Gewalt in engen sozialen Beziehungen, die in allen gesellschaftlichen Schichten vorkommt, keine Privatangelegenheit ist. Sie stellt vielmehr ein gesamtgesellschaftliches Problem dar, das alle angeht. Insofern dankte er dem Landrat des Kreises Vulkaneifel, Heinz Onnertz und dem Bürgermeister der Stadt Daun, Wolfgang Jenssen, für die enge Zusammenarbeit und Unterstützung in Vorbereitung der Veranstaltung. „Erklärtes Ziel dieser Tagungen ist es“, so Jürgen Schmitt, „die Gewalt in engen sozialen Beziehungen zu enttabuisieren und das Hilfsangebot für überwiegend betroffene Frauen darzustellen und die Netzwerke weiter auszubauen.“
Rund 100 Interessierte aus Fachgremien und der Bevölkerung folgten der Einladung ins Forum in Daun. Die Veranstaltung widmete sich in Teilen der besonderen Problematik von GesB in Migrantenfamilien, als einer Facette diese Gewalt.
Dr. Marwan Abou Taam (Islamwissenschaftler beim Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz) beleuchtete diesen Aspekt in seinem Vortrag „Handeln im Namen der Ehre“ ebenso wie Dr. Waldemar Vogelgesang (Universität Trier), der über seine Forschungsarbeit und Erfahrungen mit Spätaussiedlern aus der früheren UdSSR berichtetet.
Die Gewalt, die Frauen erleben, betrifft immer auch ihre Kinder. Menschen, die in ihrer Kindheit Gewalt in der Familie ausgesetzt waren, haben ein höheres Risiko, selbst zu Tätern (hier müsste es Täterinnen) hießen!) oder erneut zu Opfern häuslicher Gewalt zu werden. Den Opfern Auswege aus der Gewaltspirale zu eröffnen, ist Ziel der gemeinsamen Anstrengungen. Ist dieser Weg aus der Gewalt für jede Frau ein schwieriger Weg, so ist er umso schwieriger für Migrantinnen. Sprachprobleme, patriarchale Strukturen, sozial prekäre Strukturen und oftmals vermeintliche aufenthaltsrechtliche Abhängigkeit vom Ehepartner erschweren die Situation der von Gewalt betroffenen Migrantinnen.
Dipl. Pädagogin Beate Stoff stellte im Rahmen der Tagung die Entwicklung und die Arbeit des Runden Tisches Eifel vor. Im September 2001 gegründet, wirken mittlerweile rund 60 Institutionen in den Landkreisen Bernkastel-Wittlich und Vulkaneifel sowie dem Eifelkreis Bitburg-Prüm in diesem Gremium zusammen.
Rechtsanwältin Nicole Kürten, deren Spezialgebiet das Familienrecht ist, referierte über die Möglichkeiten, die das Gewaltschutzgesetz den Opfern von GesB bietet.
Beendet wurde die Tagung mit einer Podiumsdiskussion. Gekonnt moderiert von Dieter Lintz, Redakteur des Trierischen Volksfreund, stellten sich Maria Gilles von der DEKRA Akademie Gerolstein, Familienrichterin Dr. Alexandra Meerfeld vom Amtsgericht Wittlich, Tanja Winbush von der Interventionsstelle des Caritasverbandes Westeifel sowie Dr. Abou Taam und Christoph Meyer, Koordinator für GesB der Polizeiinspektion Daun, den Fragen der Tagungsteilnehmer.
Dabei wurde deutlich, dass die Zahl der bekannt gewordenen Fälle von GesB merklich gestiegen ist, was auch mit dem gründlich veränderten Vorgehen der Polizei in solchen Fällen zu tun hat. Die polizeiliche Intervention orientiert sich an der Maxime „Wer schlägt, muss gehen“ und es gilt die Leitlinie “Hilfe leisten, schützen und ermitteln, statt nur zu schlichten.“
Unverzichtbarer Bestandteil der Interventionskette, so die Praxiserfahrung der letzten Jahre, sind die Interventionsstellen, mit denen auch die Polizei zusammenarbeitet, z.B. in Form der Datenweitergabe nach Platzverweisen. Diese Stellen führen eine erste Krisenintervention durch, klären Frauen über ihre rechtlichen Möglichkeiten auf und führen u.a. in Zusammenarbeit mit der Polizei eine Schutz- und Sicherheitsplanung durch. Das pro-aktive Vorgehen trägt erheblich dazu bei, dass auch Frauen, die von sich aus keine Beratungsstelle aufsuchen würden, wie z.B. Migrantinnen, erreicht werden können. Interventionsstellen für den Bereich des Polizeipräsidiums Trier gibt es in Trier und Daun, eine weitere ist in Idar-Oberstein im Aufbau. Hier werden die Aufgaben einer Interventionsstelle derzeit vom dortigen Frauenhaus wahrgenommen. In Idar-Oberstein, so die Ankündigung von Jürgen Schmitt, soll im nächsten Jahr ein weiterer Aktionstag zur Bekämpfung der Gewalt in engen sozialen Beziehungen veranstaltet werden.
Polizeipräsidium Trier
Salvianstraße 9
54290 Trier
Telefon: 0651/9779-0
Tags: Frauen-Gewalt, Frauen-Power, Frauengewalt, Mann als Opfer, Verschämte Opfer



